Die chinesische Medizin ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt und wurde vor tausenden von Jahren in China entwickelt.
Im System der chinesischen Heilkunst wird der Mensch als Ganzes gesehen, als eine Einheit von Körper, Geist und Seele und zudem in Bezug zu seiner Umwelt betrachtet.

Nach traditioneller chinesischer Auffassung kreist die Lebensenergie „Qi“ mit Ihren Anteilen Yin und Yang in Körperleitbahnen (Meridianen) im Körper.

Krankheiten oder Beschwerden entstehen nach diesem Konzept durch Ungleichgewichte oder Blockierungen des Qiflusses im Körper, d.h. durch Ungleichgewichte von Yin und Yang.

Diese Ungleichgewichte können sich durch verschiedenste Symptome und Beschwerden bemerkbar machen.

Die Behandlungsmethoden in der Traditionellen Chinesischen Medizin bestehen aus fünf Säulen:
1. Akupunktur (inkl. Schröpfbehandlungen und Moxibustion)
2. Kräutertherapie
3. Ernährungslehre / Chines. Diätetik
4. TUINA (Chinesische Massage)
5. Taiji / Qigong

Akupunktur

Die Akupunktur ist eine alte Heilmethode, welche die Chinesen anfangs mit Steinnadeln durchführten. Erst später wurden immer feinere Metallnadeln eingesetzt.

Durch die Behandlung kann der Energiefluss entlang der Meridiane reguliert und so das Gleichgewicht wiederhergestellt werden.

Hierzu werden bestimmte Punkte auf den Leitbahnen stimuliert.

Die Akupunkturpunkte sind Bereiche am Körper, von denen aus der Energiefluss in den Leitbahnen und in den zugehörigen Organen besonders gut beeinflusst werden kann.

Behandlungen:
Der erste Termin umfasst zum einen die Diagnosestellung, welche immer eine ausführliche Befragung und Untersuchung mit Zungen- und Pulsdiagnose beinhaltet und zum anderen die erste Behandlung. Insgesamt dauert er ca. 1,5 Stunden.

Die nachfolgenden Behandlungszeiten betragen je nach Therapieumfang und Erkrankung 50 – 60 min.

Die Nadeln werden jeweils für ca. 20 – 30 min im Körper belassen.

Moxibustion

Durch Abbrennen von Kräutern über Akupunkturpunkten werden diese erwärmt.

Dabei wird in der Regel Beifußkraut in Form einer Zigarre oder in einer Moxabox, die auf den Bauch oder den Rücken des Patienten gestellt wird, benutzt.

Die entstehende Wärme dringt gut in den Körper ein und führt zu einer Erwärmung der Meridiane.
Diese Methode wird beispielsweise häufig bei Erkrankungen eingesetzt, die ihre Ursache nach chinesischer Auffassung in Kälte- oder Feuchtigkeitssyndromen haben.

Schröpfen

Schröpfköpfe werden auf bestimmte Körperbereiche (meistens Rücken, aber auch im Bereich von Gelenken oder Bauch) gesetzt.
Durch den dabei entstehenden Sog wird die Durchblutung gefördert, das Immunsystem angeregt und die Muskulatur entspannt.

Kräutertherapie

Ich arbeite nicht mit den chinesischen Kräutern, sondern mit den westlichen Kräutern in der chinesischen Medizin.
Diese wurden über einen langen Zeitraum von sowohl in der chinesischen Medizin als auch in der westlichen Phytotherapie erfahrenen Therapeuten und Therapeutinnen untersucht und dem TCM System zugeordnet.

Der Vorteil besteht in der einfachen Beschaffenheit, dem für viele Patienten bessere Geschmack sowie auch in den geringeren Kosten.

Ernährung

Die chinesische Diätetik berücksichtigt die energetische Qualität bzw. den Charakter von Nahrungsmitteln. Dabei werden die Nahrungsmittel nach Temperaturverhalten, Geschmacksrichtung und Wirkort im Körper beschrieben.
Nahrungsmittel können z.B. kalter oder warmer Natur sein oder sie können die Entstehung von innerer Feuchtigkeit begünstigen und so zu Erkrankungen führen.

Daher ist eine begleitende Ernährungsberatung bei fast jeder Erkrankung sinnvoll.

Tuina

Tuina ist eine Massageform, bei der Gewebe und Organe durch bestimmte Techniken auf Akupunkturpunkten (Akupressur) und Meridianen behandelt werden.
Die Techniken beinhalten Kneten, Streichen, Drücken und Klopfen.
Anwendungsgebiete sind beispielsweise Migräne, unterschiedliche Arten von Schmerzen, Bluthochdruck, Verdauungsbeschwerden, Behandlungen von Kindern etc.

Qigong / Taiji

Durch spezielle Übungen, welche langsame Körperbewegungen, Atemtechniken und geistiges Training beinhalten, kann das Qi im Körper harmonisiert und zu einem gleichmäßigen Fluss angeregt werden.
Das Gesamt - Qi des Körpers kann so gestärkt werden oder es kann erreicht werden, das Qi in eine bestimmte Körperregion zu leiten, was für die Heilung von Bedeutung sein kann.
Bei regelmäßiger Übung können diese in China seit langer Zeit praktizierten und geschätzten Körperübungen die Gesundheit verbessern, Heilungsprozesse fördern und bestimmte Erkrankungen lindern oder heilen. Darüber hinaus können die Übungen zu einer besseren Konzentrationsfähigkeit und zu einer Entspannung von Körper und Geist führen.

 

Allgemein gilt:

Symptome können sich anfangs verstärken, was meistens als ein gutes Zeichen gewertet wird (Ansprechen der Therapie).
Interindividuell ist das Ansprechen auf eine Therapie sehr unterschiedlich.
Manchmal sind einige Sitzungen notwendig bis Veränderungen eintreten.